Aufgrund der derzeitig nicht einfachen wirtschaftlichen Lage im Flugzeugbau haben sich die Geschäftsleitungen von DG Flugzeugbau und Rolladen-Schneider Flugzeugbau entschlossen, die Aktivitäten ihrer Firmen zusammen zu legen. Unter der Führung von DG erfolgt die Betreuung der etwa 3.000 weltweit fliegenden LS Flugzeuge mit Service und Ersatzteilversorgung in Zukunft von Bruchsal aus. Die Produktion der LS Flugzeuge geht weiter, allerdings muss der Standort Egelsbach aufgegeben werden. Auch die Flugerprobung der neuen LS10 wird fortgesetzt. Alle Eigentümer von LS Flugzeugen können aufgrund dieser Kooperation sicher sein, dass die Investitionen in ihr Flugzeug werthaltig bleiben, die Produktpflege und Weiterentwicklung von einem deutschen Hersteller unverändert fortgesetzt wird und sie weiterhin kompetente Ansprechpartner zur Verfügung haben. Über weitere Details können Sie sich ständig auf unserer Webseite informiert halten.
Dieses ist ziemlich genau der Wortlaut einer "Presseerklärung", wie wir sie im Sommer 2003 verbreiteten.
Ja, was heißt das nun?
Zuerst ist es schade, dass es in Zukunft eine bekannte Firma im Segelflugzeugbau nicht mehr geben wird.
Rolladen-Schneider hat zwischenzeitlich sogar Insolvenz anmelden müssen, nachdem man zuerst eine ordnungsgemäße Liquidation angestrebt hatte und natürlich hat DG Flugzeugbau nicht die Verbindlichkeiten des Unternehmens übernommen, sondern "nur" die Rechte an den Flugzeugen und der Marke.
Es kann aber sicher beruhigen, dass die Marke "LS" in Zukunft erhalten bleibt ebenso wie das Know-how, welches daran hängt. Dazu konnten wir Günter Schapka als Ingenieur für unser Team verpflichten, auch wenn die Produktion eine zeitlang ruhte.
Schon bald aber wurde die LS8 weiter gebaut und zwar als "LS8-s" und nicht etwa als "DG-700" oder ähnlich. Und es wurde sie in der 15m-Version, 15/18m-Version und in der Turbo-Version fertig gestellt mit dem neu entwickelten Triebwerk. Und das können wir auch schon zusagen - die Finishqualität verbessert sich auf jeden Fall.
Die LS10 hat nach den Betriebferien 2003 umfangreiche Testprogramme durchlaufen und wir haben uns entschieden, nach Anlaufen der Produktion der LS8-s dieses Flugzeug zur Serienreife zu bringen
Auch im Ersatzteillager werden die LS-Kunden - die nun hoffentlich bezüglich der Ersatzteilbestellungen DG-Kunden werden - bestens und schnell bedient. Unser Team hat sich auf die neuen Artikel bereits eingearbeitet.
Wichtig ist noch, dass wir von allen LS-Kunden die e-Mail-Adressen bekommen, um sie mit Informationen zu ihren Flugzeugen zu versorgen. Wenn Sie also noch nicht unsere Piloten-Info beziehen, tragen Sie sich bitte hier ein:
Während der Betriebsferien 2003 und am Rande der Weltmeisterschaft in Leszno/Polen hatte ich Gelegenheit, mit vielen Piloten und Experten über die LS-Übernahme zu sprechen. Es wurde immer wieder betont - und dabei bei mir "offene Türen eingerannt" -, dass wir auf jeden Fall die Marke "LS" erhalten, pflegen und weiter entwickeln sollen.
Nein, die Marke "DG" und die Marke "LS" ist durchaus nicht austauschbar. Zwar sind die Flugzeuge der jeweiligen Klasse von gleicher Farbe, Spannweite und ähnlicher Leistung, aber eben nicht "gleich". Ebenso wenig sind die Kunden "gleich".
Machen Sie sich bitte mal den Unterschied zwischen einem "typischen LS-Kunden" und einem "typischen DG-Kunden" klar! Ihnen werden sofort eine ganze Reihe von Unterschieden einfallen. Mir fallen auch viele typische Schlagworte ein und Ihren Kollegen ebenso - aber wir würden, wenn wir unsere Ergebnisse besprechen könnten, nicht zu den gleichen Beurteilungen gelangen.
Warum ist das so? Nehmen Sie doch einfach ein Beispiel aus der Autobranche und überzeugen Sie mal einen eingefleischten Mercedes E-Klasse Fahrer zu einem 5er BMW - oder umgekehrt! Viel Spaß bei solch einem Versuch, obwohl doch beide Autos vier Räder haben und ähnlich groß und motorisiert sind. Was da an Emotionen hoch kommt, kann man auf vielen Parties schmunzelnd zu hören bekommen.
Nicht anders sind die Beurteilungen und Emotionen bei Segelflugzeugen. Also halten wir fest, dass die DG- und die LS-Piloten in zwei Kreisen dargestellt werden könnten, die sich mehr oder weniger überlappen. Da gibt es die "LS-Fans", die nie ein DG-Flugzeug fliegen oder gar kaufen würden und da sind umgekehrt die DG-Fans, die nie in eine LS-Maschine steigen. Darüber hinaus gibt es eine große Überschneidung beider Kreise von Piloten, die beide Maschinen gut finden.
Aber auf keinen Fall können wir davon ausgehen, dass die LS-Fans in Zukunft nur deshalb eine DG gut finden werden, weil wir LS "integriert" haben. Eher im Gegenteil!
Also haben wir uns entschlossen, die Marke "LS" nicht in DG integrieren und zu verschmelzen, sondern als eigenständiges Produkt weiter pflegen, entwickeln und aufrecht erhalten!
Es kommt hinzu, dass wohl nur DG Flugzeugbau überhaupt in der Lage ist, dieser Marke eine Zukunft zu geben. Das ist zweifellos ein außerordentlicher und offensichtlicher Vorteil: Nur ein bekannter Hersteller von Hochleistungs-Segelflugzeugen mit entsprechendem sicheren finanziellen Hintergrund kann eine so große Marke übernehmen und adäquat pflegen. Schleicher und Schempp-Hirth sind aber im Bereich der Standardklasse mit ASW-28 und Discus2 versorgt, während unsere DG-303 zweifellos inzwischen in die Jahre gekommen ist und die DG-700 nie über das Planungsstadium hinaus kam. Diese Nummer können wir nun wohl endgültig streichen und überspringen!
Also ist DG Flugzeugbau geradezu dazu prädestiniert, die Tradition der Marke LS fortzusetzen.
Soviel zur Markenphilosophie!
Und damit die vielen LS- und DG-Wettbewerbspiloten in Zukunft noch besser betreut werden, konnten wir den bekannten Piloten Holger Back gewinnen, in unserem Team als eine Art "Freelancer" mit zu arbeiten.
Das Lager ist umgezogen und inzwischen einsortiert. Die Artikel sind in der EDV erfasst. Ursprünglich ausverkaufte Artikel sind nachbestellt und lieferbar. LS hatte fast alle Beschlagteile selbst gefertigt; das führen wir nicht weiter, sondern setzen dafür spezialisierte Firmen ein.
Bei fast allen Teilen haben wir inzwischen die bei DG übliche Lieferzeit "innerhalb 24 Stunden" erreicht. Hier tritt also eine klare Verbesserung für alle LS-Kunden gegenüber dem vorherigen Zustand ein!
Diese sind - ebenso wie alle Handbücher - inzwischen im Internet verfügbar. Günter Schapka von LS Flugzeugbau hatte die Fülle der Dateien sehr gut aufbereitet, so dass sie direkt unverändert veröffentlicht werden konnten.
Interessant ist sicher für viele LS4 Eigner die TM:
Erhöhung des Gewichts der nicht-tragenden Teile sowie Lebensdauer-Verlängerung auf 12.000 Stunden.
Selbstverständlich bieten für für alle LS Kunden den gleichen Qualitätsstandard an Servicearbeiten, wie bisher für die DG Kunden. Also: Service direkt vom Hersteller - mit direktem Zugriff auf alle - auch alten - Unterlagen! Bitte machen Sie einen Termin mit uns aus.
Für technische Fragen zu Ihrem Flugzeug steht Ihnen die Serviceabtlg. zur Verfügung.
service-ls(at)dg-flugzeugbau.de
Hier muss ein Wermutstropfen verteilt werden:
Die in Insolvenz gegangene Firma Rolladen-Schneider hat in den letzten zwei Jahren vor der Insolvenz Flugzeuge ausgeliefert und bezahlt bekommen, an denen der eine oder andere Sachmangel entstanden sein mag. Diese Mängel können von DG Flugzeugbau behoben werden - aber nicht kostenfrei. Bitte bedenken Sie, dass wir für diese Flugzeuge keinerlei Zahlungen erhalten haben, also auch keinerlei Garantierückstellungen bilden konnten. Sie sind ganz einfach "an uns vorbei gegangen".
Etwas anderes ist es mit anbezahlten LS-Neuflugzeugen:
Hier haben wir ganz deutlich in den Vertrag geschrieben, dass diese Anzahlungen von uns anerkannt werden. Leider allerdings passierte es später, dass durch die Intervention einer sog. "Investorengruppe" diese Klausel des Vertrages angefochten wurde. Was daraus wird, ist derzeit nicht absehbar.
Die Ersatzteilversorgung ist komplett gesichert. Einige Flugzeuge nähern sich ihrer ersten Betriebsgrenze von 3.000 oder 6.000 Stunden. Hier bieten wir ein Prüfprogramm zur Verlängerung an.
Ein Einzelstück, dass von Wolf Lemke persönlich weiter betreut wird.
Es gilt das gleiche wie für die LS1. Die Formen für die LS1 bis LS3 hat Walter Schneider übrigens entsorgt. Komplette Flügel oder Leitwerke können also nicht mehr geliefert werden.
Eine LS3 hat übrigens mein Verein vor fünf Jahren in ziemlich herunter gekommenen Zustand billig erworben und neu lackieren lassen. Jetzt sieht es aus "besser als neu" und tut mir als Hersteller in soweit etwas weh, dass man also offensichtlich solche Flugzeuge "ewig" einsetzen kann. Wie sollen wir da Neuflugzeuge verkaufen? Andererseits rechtfertigt diese extreme Lebensdauer eben als Einziges die hohen Preise neuer Flugzeuge, die dann über Jahrzehnte fast ohne Wertverlust einsetzbar sind.
Ich persönlich fliege in Platznähe unsere LS3 jedenfalls ausgesprochen gern!
Wer sie kennt, versteht, dass dieses Flugzeug solche eine Verbreitung fand. Es ist wohl die ideale Schüler-Maschine mit ihrer absolut narrensicheren Fahrwerksmimik, dem großen Cockpit und den harmlosen Flugeigenschaften.
Dennoch wurden in den letzten zwei Jahren vor der Insolvenz nur 12 Maschinen hergestellt, weil die LS8 eben doch eine deutlich bessere Leistung zeigt. Das bedeutete aber, dass wir die Produktion der LS4 nicht fortsetzen.
Um eine solche Entscheidung zu verstehen, sollten Sie wissen, dass es nicht billiger ist, ein neues Flugzeug mit einem etwas schlechteren Gleitwinkel zu bauen als eine Hochleistungs-LS8. Konkret: Die Produktionskosten einer LS4 und die einer LS8 sind praktisch identisch. Da lohnt es einfach nicht, ein "billiges" Flugzeug zu bauen, denn es ist gar nicht billiger in der Herstellung.
Allerdings gab es ein starkes Interesse einer Investorengruppe um die Firma AMS in Slowenien, die LS4 weiter zu bauen und als preiswertes Clubflugzeug anzubieten. Aus dem Plan wurde letztendlich nichts. Nur gewisse Ersatzteile werden nach wie vor von AMS produziert. Das betrifft also Fahrwerksklappen, Seitenruder, Höhenleitwerk, Höhenflossen, Querruder und ganze Flügel, was eben so kaputt geht. Besitzer von LS4-Flugzeugen können die Teile direkt bei AMS in Slowenien bestellen. AMS ist allerdings ein selbständiges Unternehmen auf das wir keinen Einfluss haben. Insoweit können wir auch keine Gewährleistung für Liefertermine etc. übernehmen.
Auf jeden Fall dürfte dies eine sehr gute und wichtige Nachricht für alle LS4-Liebhaber sein!
Wieder ein Einzelstück in der Obhut von Wolf Lemke
Hier gilt ähnliches. Klarer Nachfolger der LS7 ist schließlich die LS8
Das war und ist nach wie vor das Flaggschiff der LS-Flotte und wird in allen Varianten weiter gebaut.
Der Start der Produktion ist erfolgt - das erste DG - Ls8-Flugzeug ist fertig.
Außerdem wurde schon oben erwähnt, dass die Finish-Qualität sich deutlich von der bisherigen abhebt, ohne dass sich der ursprüngliche LS-Preis verändern soll.
Hiervon wurden nur 10 Stück gebaut, die noch auf eine endgültige Musterzulassung warten. Diese Kunden lassen wir selbstverständlich nicht im Stich und haben eine Regelung gefunden, wie die Restarbeiten erledigt werden.
Ja - das war natürlich immer das wichtigste Thema!
Um das Kaufmännische vorweg zu sagen: Die Serienreife des Flugzeuges wird noch sehr sehr viel Geld kosten - eine Schätzung von 500.000 Euro für alle Tests, den Bau der Produktionsformen und die Zulassungsarbeiten ist sicher nicht zu hoch gegriffen.
Die Frage, ob sich dieser Aufwand verantworten lässt hängt von drei Überlegungen ab:
Zum Einen müssen die Qualitäten dieses Flugzeuges erflogen werden.
Dazu sind bereits in den Werksferien 2003 von verschiedenen bekannten Piloten Testflüge durchgeführt worden - auch schon im direkten Vergleich zu mehreren Konkurrenzmustern! Die Beurteilungen sind durchweg sehr positiv. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Prototyp noch "absolut roh" ist. Das heißt konkret, dass noch keinerlei Feintuning stattgefunden hat. Erfahrungsgemäß ist allein durch die richtige Platzierung der Turbulator-Bänder noch einmal eine deutliche Leistungssteigerung möglich.
Darüber hinaus wird durchweg das LS-typische sehr angenehme Flugverhalten gelobt und alles in allem sieht das Flugzeug sehr gut aus.
Das zweite Kriterium zur Beurteilung, ob wir das Flugzeug "bringen werden", ist die oben erwähnte "Markenphilosophie". Wir sind uns durchaus darüber im Klaren, dass die Weiterentwicklung der LS10 ein wichtiger Prüfstein sein wird, ob wir es mit der Markenpflege ernst meinen.
Und das dritte Kriterium betrifft Sie - unsere Kunden:
Je größer das Interesse an dem Flugzeug ist, je mehr feste Bestellungen wir bekommen, desto leichter fällt natürlich die Entscheidung, den Prototypen serienreif zu machen. Wenn Sie sich für eine LS10 interessieren, sprechen Sie uns bitte an.
vertrieb(at)dg-flugzeugbau.de
Also - Sie sehen schon, dass ich mich bezüglich der LS10 "weit aus dem Fenster lehne". Warten wir es mal ab!
Es gibt noch viel zu tun!

Formen der Firma Rolladen-Schneider in unserer Endmontage,
wie sie bis März 2004 nur eingelagert waren
Viele unserer Leser haben zwischen Dezember 2003 und März 2004 eine Entwicklung mit verfolgt, die die Übernahme der Produktionsmittel von Rolladen-Schneider verzögerte. Nun wollen sie vielleicht wissen, was daraus geworden ist.
Ganz einfach: Lesen Sie, was in obigem Artikel steht. Das ist es, was sich zu berichten lohnt: DG hat LS übernommen. Wir freuen uns auf Ihre Aufträge für neue LS8-s und LS8-t.
Alles andere ist Historie und nicht mehr interessant.
Vergessen wir es einfach!
Stellvertretend für andere hier eine Zuschrift:
Lieber Friedel Weber,
mit großem Interesse habe ich wieder mal die Piloteninfo gelesen.
Wie du schon richtig schreibst, fragen sich viele, was denn nun bei der "Geschichte" mit LS tatsächlich noch passiert ist. Die Antworten bleibst du jetzt leider schuldig.
Ich denke, viele haben mit gefiebert und in dem Thema stecken ja auch jede Menge Emotionen. Da wäre es natürlich schon schön, zu erfahren, wie sich der Knoten jetzt gelöst hat.
Falls du nicht darüber öffentlich schreiben darfst oder willst, solltest du es so schreiben, aber nach der Vorgeschichte ist die Erklärung in der letzten Piloteninfo nicht befriedigend.
Schöne Fliegergrüße
Erik Kurtz
Also: Ich mag nicht mehr über etwas schreiben, was für "gestandene Segelflieger" peinlich und schmerzlich ist.
Lassen wir das Thema bitte auf sich beruhen. Wir haben unser Ziel erreicht, wir sind für Sie da, alles ist okay - und nun bitte Ruhe!
Können Sie das verstehen?
Ich bitte sehr darum
K.-F. Weber
Trotz deutlicher Aussage gibt es offensichtlich immer noch eine Reihe von Piloten, die nicht glauben wollen, dass der Streit in Sachen Rolladen-Schneider beendet ist und die Produktion der LS8 wie auch die Weiterentwicklung der LS10 nun bei DG Flugzeugbau liegt.
Hiermit sei also noch einmal versichert, dass die Produktions-Vorbereitung in Bruchsal abgeschlossen ist, dass wir einige frühere LS Mitarbeiter haben unter Vertrag nehmen konnten und dass die ersten Flugzeuge noch in diesem Sommer fertig werden sollen.
Leider stellen wir fest, dass die Formen in einem beklagenswerten Zustand sind. Seitens Rolladen-Schneider hat man aus Geldmangel offensichtlich jahrelang nicht mehr in die Formen investiert, keine notwendigen Reparaturen durchgeführt und festgestellte Fehler nicht korrigiert. Einige Fehler sind wirklich gravierend und nur mit großem Aufwand zu beheben. Daran haben wir gearbeitet und bevor die Formen nicht in einem Zustand sind, dass die darin gefertigten Flugzeugen unserem Qualitätsstandard entsprechen, haben wir auch nicht angefangen.


Der erste Rumpf "Made by DG" fertig für die Rohbaumontage am 5.5.2004 "Anbei zwei Bilder vom ersten LS8-Rumpf, der am 5.Mai entformt wurde. Eingelegt wurde er vom derzeitigen LS8-Team (Helge Kennel und Waldemar Airich) mit DG-Verstärkung (Willi Kramer).
Wir haben bei den Photos leider vergessen eine aktuelle Tageszeitung mit abzulichten, um die Authentizität des Bildes zu unterstreichen..."

Bau des ersten Flügels
Die Übernahme einer kompletten Firma geht wahrhaftig nicht "über Nacht". Wir mussten vor allem sehr viel an den Formen nacharbeiten, da sie leider in unglaublich schlechtem Zustand waren. Wie man damit überhaupt hat gute Flugzeuge bauen können, ist fast ein Rätsel!
Helge Kennel - der Mitarbeiter auf dem Foto oben - nannte das: "Prototypen-Bau bis zur Baunummer 475!"
Wir haben erstmal alle Formen überarbeitet und eine Fülle von Setzvorrichtungen angefertigt, die es bisher nicht gab, die für eine reibungslose Serienproduktion aber notwendig sind. Und vor allem bekommt man nur damit die von uns geforderte Bauqualität hin.
Im Großformenbau läuft die Produktion jetzt reibungslos. Die ersten Flugzeuge sind auch durch die Rohbaumontage und durch das Finish, so dass dort die Lernkurve sich ebenfalls schon abflacht. Derzeit - Sept. 2004 - stehen die ersten zwei Flugzeuge in der Endmontage und werden kurzfristig ausgeliefert.
Wir haben zwischenzeitlich übrigens auch ein paar schöne Vergleichsflüge zu besonders einem Flugzeug eines Wettbewerbers durchführen können. Es ist unglaublich, was für ein Leistungspotenzial in der LS8 steckt. Und die vielen gewonnenen Wettbewerbe dieses Sommers - insbesondere die Europameisterschaft in Litauen - sprechen ja auch eine deutliche Sprache.
Fazit:
Wir sind nicht Rolladen-Schneider, aber wir bauen deren ausgezeichnete Produkte (und zwar zuverlässig!)
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Martyn Wells, unser Vertreter aus Großbritannien holte neulich die zweite von uns gebaute LS8 persönlich im Werk ab. Er ist seit Jahrzehnten LS-Vertreter und kennt die Flugzeuge natürlich ganz genau. Er strich andächtig über die Oberfläche und sagte:
Nun ja - genau das hatte ich am Anfang dieses Artikels und vor 1 1/2 Jahren ja versprochen, oder?
Aus uns nicht ganz nachvollziehbaren Gründen war der Insolvenzverwalter von Rolladen-Schneider der Auffassung, bei der Übernahme des Unternehmens sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Insbesondere hätten wir die Produktionsmittel zu billig erworben. Eine Rolle spielte dabei sicher auch, dass eine andere Investorengruppe - lange nachdem wir uns um die Marke "LS" gekümmert und dieser wieder eine Zukunft gegeben hatten - einen höheren Preis geboten hat.
Es kam zu einem Gerichtsverfahren und die ganze weitere Entwicklung hing in der Luft, was uns natürlich für "LS" kolossal behindert und Kosten verursacht hat. Am Freitag, den 18.2.2005 erging das Urteil:
Die Klage des Insolvenzverwalters wurde abgewiesen.
Zwar hat der Insolvenzverwalter 4 Wochen später beim letztmöglichen Termin Berufung eingelegt, doch auch die wurde schließlich am 18.08.2005 durch das Oberlandesgericht kostenpflichtig zurück gewiesen.
Am Ende hat der Insolvenzverwalter die "Masse" der ehemaligen Firma Rolladen-Schneider um etwa 55.000 Euro an Prozesskosten verringert und einen großen Schaden an der Marke "LS" angerichtet. Aber der weitere Weg - vor allem auch für die LS10 - ist nun endlich frei.......
Wir werden Sie auf dem Laufenden halten!
Am 19.8.2005 - während unserer Betriebsferien - erhielten wir von der EASA (Europeen Aircraft Safety Agency) die endgültige Musterzulassung der LS8-s und LS8-st. Hier können Sie das begehrte Dokument ansehen:
Und damit endet dieser Artikel über die Übernahme der Firma Rolladen-Schneider. Es war ein etwas turbulentes Unterfangen, aber am Ende hat die bekannte Marke "LS" eine neue und sichere Heimat gefunden.